Stimmen zur Lese-Performance „Dman’s Tagebuch“

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„…Dennemann liebt das Revier, die Leute, vertritt ihre systemfreie Philosophie…Dennemann spottet nicht, wenn er schreibt und liest. Seine Texte sind keine Satire. Satire war die Realität.“

Rainer Wanzelius, Westfälische Rundschau

„Wenn dereinst Archäologen des Jahres 2510 im Schutt der Kulturhauptstadt wühlen, sollen sie gefälligst Dman’s Tagebücher des Jahres 2010 finden. Da steht eigentlich alles drin, was man über die Kulturhauptstadt wissen muss. Wer’s noch nicht weiß: Rolf Dennemann heißt der Autor, seine Texte sind klug, wehmütig, lustig, tiefgründig, charmant und voll wunderbarer Selbstdistanz. Wir wollen Dman-Figuren unterm Weihnachtsbaum, in jedem Ruhri-Haushalt!…“

Peter Erik Hillenbach, lab.tv

„200 Zuschauer und Hörer verfolgten letzten Samstag Rolf Dennemanns Aufzeichnungen seiner einsam melancholischen Fahrt durch die Kulturhauptstadtmetropole Ruhr 2010 im Consol Theater in Gelsenkirchen.
Statt in einem Gewaltakt zu enden wie in Martins Scorseses Film „Taxidriver,“ bleibt Rolfs Obsession der Beobachtung und Schilderung moderat, fast versöhnlich. … Lakonisch und mit mildem Spott berichtet er über Veranstaltungen ohne Künstler und ohne Publikum, Veranstaltungen mit Künstler aber ohne Publikum, schildert das Stillleben-Grauen leerer Parkplätze mit Blumenkübel-Vorlesepodesten…“

Aus: http://lebenssplitterchen.wordpress.com/2011/01/25/

„…Bei seinem persönlichen Resümee ist der gebürtige Gelsenkirchener schonungslos ehrlich und findet für jede noch so kleine Ruhrgebietsmetropole die passenden Worte: Herne – besser bekannt als Wanne-Eickel, Dortmund – im „U“, am „U“ und um „U“ herum oder Gelsenkirchen – dessen Negativimage alles in den Schatten stellt. „Die Bahnhofstraße ist ein Paradies für Anthropologen“, sagt Dennemann… Trotz seiner nachdenklich bis zynischen Art merkt man, dass Dennemann Ruhri-Sympathisant ist. Das gefällt auch dem Publikum… Er spricht den Besuchern aus der Seele, übt nicht den Blick von oben, schimpft über das, worüber jeder gute Ruhri schimpft…“

Melanie Meier, WAZ